Sprache darf niemanden ausgrenzen – so heißt es im fünften maßgeblichen Kriterium des Gottesdienstbuchs. Alle Menschen, gleich welchen Geschlechts, welchen Alters, welcher Herkunft oder welche anderen Diversitätsmerkmale sie mit sich bringen, sollen willkommen sein und sich in Sprache und Inhalt wiederfinden. Wie Gottesdienste gerecht und inklusiv gestaltet werden können, dazu gibt es z.B. hier zahlreiche Vorschläge und Materialien auf einer übersichtlichen Homepage. Doch was sind eigentlich queere Gottesdienste? Ein Artikel auf evangelisch.debeschreibt sie als Orte von Heilung, Festlichkeit und Gemeinschaft.
Viel Material gibt es zum Thema queere Gottesdienste bereits aus dem englischsprachigen Raum, z.B. auf der Seite the word made queer und die lutherische Seite reconciling works.
Dass die queersensible Predigt auch ein seelsorgliches Anliegen ist, entfaltet Kerstin Söderblom, in: dies., Queersensible Seelsorge, Göttingen 2023, 111-139
Besonders diskutiert wurde die Trauung für alle. Seit 2016 gibt es die kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren in der EKiR. Für die vorangehenden Segensfeiern, die ab dem Jahr 2000 durchgeführt wurden, gab es liturgische Bausteine, für die Trauung wurde zunächst der kreative Umgang mit der alten Agende empfohlen, seit 2022 gibt es eine Ordnung für die Trauung von Ehepaaren gleichen Geschlechts.
Neue Amtshandlungen wie z.B. ein Gottesdienst anlässlich einer Transition werden immer häufiger nachgefragt. Vorschläge für die Gestaltung gibt es z.B. auf der Homepage von Queer in Kirche und Theologie.
Geschlechtsneutrale Vorlagen für Trauungen und Taufen im Stammbuchformat gibt es im Portal der EKiR zum Download (wenn Sie keinen Zugriff haben – Ihr Gemeindeamt hat ihn).
Queere, gerechte und inklusive Gottesdienste werden an vielen Orten der EKiR gefeiert – natürlich auch, aber nicht nur, in der queeren Kirche Köln.